Intervallfasten – Eine Auszeit für den Darm

Intervallfasten

Mit Blick auf unsere Ernährung leben wir in einer Welt des Überflusses. In jeder Stadt befinden sich unzählige Einkaufsmärkte für Lebensmittel. An jeder Ecke stehen Fastfoodläden für den Hunger zwischendurch. Der Gedanke an Hungersnot zu sterben, erscheint unter normalen Umständen in einem Industrieland wie Deutschland unvorstellbar.

Doch blicken wir in die Vergangenheit zurück, können wir feststellen, dass dieser Zustand nicht immer die Normalität war. Menschen die Anfang des 19. Jahrhunderts oder früher geboren wurden, kennen keine Supermärkte und Fastfoodketten. Sie hatten nicht die Möglichkeit, Lebensmittel in Kühlschränken oder Gefriertruhen über Wochen haltbar zu machen. Sie mussten sogar teilweise tagelang ohne Essen auskommen, bevor die nächste Mahlzeit aus der Gemeinschaft zur Verfügung stand. Und dennoch waren sie bzw. unsere Körper überlebensfähig.

Das Intervallfasten – auch als intermittierendes Fasten oder Kurzeitfasten bekannt – greift dieses Ernährungsmuster der unregelmäßigen Nahrungsaufnahme wieder auf. Es beinhaltet einerseits einen bestimmten zeitlichen Rhythmus, in der wir im Wechsel die feste Nahrungsaufnahme verzehren bzw. das Fasten einhalten.

Unser Ziel liegt hierbei in der Entlastung des Verdauungsapparates, insbesondere des Darms. Denn in Zeiten des Überflusses neigen wir dazu, zu häufig und vor allem zu große Mengen an Essen zu verzehren. Dieser Fakt wird umso schwerwiegender, wenn wir dazu auch noch ungesunde Lebensmittel konsumieren.

Diese übertriebene Aufnahme von Nähr- und Schadstoffen führt nämlich zu einer Überlastung der Ausscheidungs- bzw. Entgiftungsorgane wie Darm, Nieren oder Leber und verursacht damit Krankheiten wie unsere Schuppenflechte.

Mit dem Intervallfasten wollen wir dem Körper die Chance geben, längere Ruhephasen zur Verdauung und Reinigung zu erhalten. Dadurch entlasten wir den Organismus und beugen insbesondere eine Verfettung mit all ihren Nachteilen vor.

Neben den klassischen Fasten, dass sich über mehrere Tage erstreckt, erfolgt das Intervallfasten in kürzeren, aber dafür regelmäßigen Abständen. Die Varianten sind dabei vielfältig.

Das 16:8-Fasten bezieht sich auf die Stunden an einem Tag. Die 16 Stunden stehen für die Zeit des Fastens. In dieser Spanne darfst Du nur Getränke wie stilles Wasser oder Tees zu Dir nehmen. In der Praxis liegt ein Großteil dieser Spanne in deiner Schlafphase und wird damit nicht bewusst wahrgenommen. In den verbleibenden 8 Stunden kannst Du Dich gesund mit festen Lebensmitteln ernähren. Eine mögliche Variante ist zum Beispiel:

  • Fasten von 18:00 Uhr bis 10 Uhr
  • Essenszeit von 10:00 Uhr bis 18 Uhr

Eine weitere Methode ist das 5:2-Fasten. Hier beziehen sich die Zahlen auf die Tage innerhalb einer Woche. An 5 kompletten Tagen darfst Du wie gewohnt deine gesunde Ernährung durchführen. An 2 Tagen in der Woche isst Du gar nichts und fastest. Für diese Variante kann ein Beispiel wie folgt aussehen:

  • Montag komplett fasten
  • Dienstag bis Donnerstag normale Ernährung
  • Freitag komplett fasten
  • Samstag und Sonntag normale Ernährung

Selbstverständlich kann auch an 5 Tagen in Folge gegessen werden und die anschließenden zwei Tage gefastet.

Als Fazit lässt sich ziehen: Das Intervallfasten imitiert den vorübergehenden Nahrungsmittelmangel unserer Vorfahren und gibt deinem Körper die Chance, sich von Schadstoffen zu befreien und Fettreserven abzubauen. Dein Immunsystem wird dadurch entlastet und kann seine Aufgaben der Regeneration wiederaufnehmen, was mit Sicherheit auch deiner Schuppenflechte guttut.